#acc aekooe: Lösung für überlastete Spitalsambulanzen: Finanzierung des ambulanten Bereichs aus einer Hand OÖ Ärztekammer
veröffentlicht am 19.11.09

Lösung für überlastete Spitalsambulanzen: Finanzierung des ambulanten Bereichs aus einer Hand

„Würde der gesamte ambulante Bereich – also die Spitalsambulanzen und die niedergelassenen Ärzte – aus einer Hand finanziert, könnte man ihn wesentlich besser planen. Nur so kann man das Problem der überlasteten Spitalsambulanzen in den Griff bekommen“, ist Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser überzeugt.

Niedermoser pflichtet dem Vizepräsident der Österreichischen Ärztekammer und Spitalsärzte-Obmann Dr. Harald Mayer bei. Dieser hat heute in einer Aussendung darauf hingewiesen, dass die Spitalsambulanzen mit ihren Kapazitäten am Limit sind. Der Grund dafür: Sie würden derzeit Versorgungsdefizite im niedergelassenen Bereich abfedern und simple, alltägliche Erkrankungen behandeln, was nicht ihr Auftrag sei. Vielmehr seien sie für die Notfalls- und Spezialversorgung da – die Routineversorgung müsse in den Ordinationen erfolgen. „Das Hauptproblem ist, dass die Versorgung durch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte von anderer Stelle finanziert wird als die ambulante Versorgung durch die Spitäler. Solange es ein Hin- und Herschieben der Kosten gibt, kann man den ambulanten Bereich nicht sinnvoll planen und gestalten“, sagt Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser.  

Die oberösterreichische und die österreichische Ärztekammer haben schon vor gut einem Jahr ein Strukturkonzept für eine verbesserte Versorgung vorgelegt, das genau bei diesem Problem ansetzt. Anstatt – wie derzeit – Spitäler und Ordinationen aus zwei verschiedenen Quellen zu finanzieren (Spitalsträger bzw. Kassen), sollte die Finanzierung nach Leistung erfolgen: Ambulante Leistungen – und zwar sowohl jene der niedergelassenen ÄrztInnen als auch der Spitalsambulanzen – sollen zur Gänze aus dem Kassentopf, stationäre Leistungen zur Gänze von den Spitalsträgern finanziert werden.  

Für Niedermoser ist die Entlastung der Spitalsambulanzen eines der dringlichsten Probleme, die es gemeinsam zu lösen gelte: „Die Spitalsärzte sind am Limit, die Ambulanzen völlig überlaufen und mit Aufgaben blockiert, für die sie nicht zuständig sind. Im Gegensatz dazu muss der niedergelassene Bereich ausgebaut werden, um die entsprechenden Leistungen erbringen zu können. Hier bedarf es gemeinsamer Lösungen seitens der Ärzte, der Politik und der Kassen!“

 

Rückfragen richten Sie bitte an:

Mag. Susanne Sametinger

Ärztekammer für OÖ, Öffentlichkeitsarbeit und Presse

mobil: 0664/9876616;

e-mail: sametinger@aekooe.or.at, www.aekooe.or.at

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