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Ätiologie der juvenilen Adipositas

87% der befragten Eltern sind zwar über das Gesundheitsrisiko informiert, nicht aber über die Entstehung der Adipositas. Vor allem sind den Eltern die "Dickmacher" unbekannt. 26% der Eltern in der vorliegenden Studie bieten ihren ohnehin schon adipösen Kindern nach wie vor Limonade als Getränk an.

Weiters sind die Eltern noch zu wenig über die Bedeutung von mangelnder Bewegung bei der Entstehung von Adipositas informiert. Vor allem vermitteln die Eltern ihren übergewichtigen Kindern viel zu selten Bewegung in den Alltag zu integrieren.

47% der Eltern motivieren ihre zu dicken Kinder nie die Treppe anstatt des Aufzugs zu nehmen. 20% der Kinder verbringen mehr als 5 Stunden täglich vor dem Fernseher oder PC.

Die Studie hat auch gezeigt, dass den Eltern ihre wichtige Rolle als Vorbild viel zu wenig bewusst ist. Vor allem Kleinkinder konditionieren durch "Lernen am Modell". 50% der befragten Eltern sind selber Frustesser. 29% sind Frustesser und Raucher.

22% der adipösen Kinder haben laut Angabe der Eltern keinen Freundeskreis und befinden sich somit bereits in jungen Jahren im Teufelskreis der sozialen Isolation. Die soziale Isolation bedeutet alleine zu Hause sein und viele trösten sich mit dem Verspeisen von Süßigkeiten. Der "Kummerspeck" hat völlig zu Recht seinen Namen.

Jene Eltern, die starkes Übergewicht nur unschön und nicht gesundheitsschädigend finden, bilden mit 16,8% eine Minorität. Hier gibt es noch Aufklärungsbedarf insofern, dass deutlicher transportiert werden muss, dass die Vermeidung von Übergewicht nicht mit dem subjektiven Schönheitsideal zu tun hat, sondern ein Gesundheitsproblem darstellt.
Wir möchten darauf hinweisen, dass im geschützten Bereich, welcher nur für Ärzte zugänglich ist, unter Info--> Fortbildung--> Vorsorge- und Sozialmedizin, die Studie downzuloaden ist.